Webmaster von www.schlangeninfos.de - Philipp Berg, Oberursel, Frankfurt Auf Fotoexkursion in Südfrankreich!

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Bereits seit frühster Kindheit bin ich naturbegeistert und seit dem 12. Lebensjahr beschäftige ich mich mit Reptilien. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Schlangen (z.B. Kornnattern), die europäische Herpetofauna, die Schulvivaristik und generell reptilienbezogene Aufklärungs- und Informationsarbeit. Zudem Fotografiere ich gerne und viel und dabei kommen Reptilien natürlich nicht zu kurz.

An der Goethe Universität in Frankfurt am Main habe ich Biologie studiert. Der Schwerpunkt lag dabei, und liegt nun während der Promotion, aber im molekularen und zellbiologischen Bereich ohne direkten Bezug zu Reptilien...

Kontakt:
Philipp Berg
D-61440 Oberursel

Kontakt: Philipp Berg (E-Mails immer mit einem aussagekräftigem Betreff! z.B. "Schlangenfrage", "Interesse an Schlange", etc...)

Das ist der Webmaster Kornnatter - Pantherophis guttaus Pärchen Thamnophis elegans vagrans

Veröffentlichungen

Anlässlich des Schlangenvortrags erschienen am 29. April 2006 in der Taunus Zeitung und im Usinger Anzeiger Artikel

Hier mundet Kornnatter „Scarf“ eine Maus

Seinen ersten Kontakt mit einer Schlange hatte der heute 19 Jahre alte Philipp Berg vor sieben Jahren bei einem Tierarzt. «Damals sah ich eine Boa constriktor, eine Riesenschlange, und das Bild hat mich einfach nicht mehr losgelassen», erinnert sich Berg. Und aus dem Bild erwuchs auch schnell der Wunsch, sich mit Schlangen zu beschäftigen. Vor allem, da Philipp Berg an einer Haar- und Fellallergie leidet und so die Auswahl an Haustieren sehr eingeschränkt ist.
«Mit zwölf Jahren hatte ich also meine erste Kornnatter», berichtet Philipp Berg nicht ohne Stolz. Und seitdem hat sich der junge Mann auch zu einem echten Experten, was die Haltung und Pflege von Kornnattern angeht, entwickelt. Unterstützt wurde Berg dabei von seinen Eltern, die beide als Biologen arbeiten. Schnell kamen zwei Terrarien ins Haus, und damit begann auch die überaus intensive Erforschung der Kornnattern. «Ich habe einfach sehr, sehr viel über die Schlangen gelesen und natürlich die eigenen Tiere beobachtet», schildert Berg bescheiden seine Arbeit. Ein Praktikum im Senckenbergmuseum verschaffte Berg dann auch den Kontakt zu Gunther Köhler, mit dem der 19-Jährige vor rund einem Jahr ein Buch über Kornnattern geschrieben hat.
Doch wo und wie leben Kornnattern und Schlangen im Allgemeinen? Diese und andere Fragen beantwortete der Schüler in einem Vortrag über Schlangen am Donnerstagabend in der Adolf-Reichwein-Schule. Etwa 60 Interessierte, darunter auch einige Schlangenhalter, fanden sich zu dem überaus interessanten und hervorragend vorgebrachten Vortrag ein. Souverän erzählte Berg über die Lebensgewohnheiten in Natursteinmauern und Biotopen, die in der Gesellschaft bestenfalls am Rande wahr genommen werden. «Leider werden auch viele Blindschleichen mit Schlangen verwechselt, aber sie gehören definitiv zu den Echsen.»
Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal: Schlangen häuten sich und können den Schwanz nicht abwerfen – im Gegensatz zu Echsen. In eindrucksvollen Bildern zeigte Berg verschiedene Schlangenarten wie Nattern, Ottern und Vipern. Als «Erbe» möchte der Abiturient gerne eine Biologie-AG an der ARS einrichten, die sich auch weiterhin mit Schlangen beschäftigt. Den ersten Schritt hat er schon gemacht, denn Berg hat bereits für die Schule ein Terrarium gebaut, in dem nun eine Kornnatter gehalten wird.
Der eindeutige Höhepunkt des Vortrags war allerdings die Fütterung der Kornnatter «Scarf». Als «Häppchen» gab es eine tote Maus, die die Schlange binnen einer halbe Stunde langsam verschlang. Fasziniert beobachteten die Gäste die Mahlzeit, die Matthias Decker, Fachbereichsleiter für Biologie an der ARS, an die Wand projizierte. Durch den beweglichen Kiefer verleibte sich die Schlange ihre Beute langsam ein.
Dass Berg nach dem Abi Biologie studieren möchte, ist wenig überraschend. Glück für die Wissenschaft, der Berg sicherlich noch interessante Ergebnisse liefern wird.

Text von Tatjana Seibt / Taunus Zeitung

"Kreuzottern suchten ihr Heil lieber in der Flucht"
Philipp Berg fesselte mit Präsentation zum Thema Schlangen die Zuhörer in der ARS-Aula.

NEU-ANSPACH (ek). Hervorragend bebildert, souverän und spannend aufgebaut und, obwohl mit fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen gespickt, trotzdem locker vorgetragen fesselte Philipp Berg mit seiner Präsentation zum Thema Schlangen die Zuhörer. Nach der Schlangenfütterung stellte sich der 19-jährige Schüler, der kurz vor seinem Abitur steht, den Fragen aus dem Publikum. Die waren zahlreich und detailliert und keine blieb unbeantwortet.
Biologielehrer und -Fachsprecher Matthias Decker begrüßte am Donnerstagabend rund 60 Schlangenfans, Fans von Philipp Berg und Fans von Vorträgen in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in Anspach. Auf Philipp Bergs Drängen und dank der Finanzierung des Fördervereins verfügt die ARS inzwischen über ein Terrarium, die eine von Philipp Bergs Kornnattern beheimatet. Wegen des Andrangs am Tag der offenen Tür, wo der Schüler eine Kurzversion seines Vortrages gehalten hatte, stellte er seine Ausarbeitung jetzt noch einmal öffentlich vor. Hausarbeit, Präsentation und Kolloquium werden Ende Mai als Lernleistung auch Bestandteil seines Abiturs sein.
Dass Philipp Berg, der seit seinem 12. Lebensjahr Kornnattern hält und sich ein enormes Wissen über Reptilien angelesen hat, ein Fachmann auf diesem Gebiet ist, zeigt auch die Tatsache, dass er nach einem Praktikum im Senckenbergmuseum als Co-Autor bei einem Buch über Kornnattern mitwirkte und dabei seine Kenntnisse und Erfahrungen sowie ausgezeichnete Fotos einbrachte.
Sein Vortrag in der Aula beschränkte sich hingegen nicht auf die aus Nordamerika stammende Kornnatter, sondern beschrieb Schlangen allgemein. Bei rund 3000 Arten weltweit könne er das Thema jedoch nur anreißen, schien sich der Schüler entschuldigen zu wollen. "Schuppenhaut, gespaltene Zunge, ohne Beine und doch keine Schlange", klärte Philipp Berg die Zuhörer auf, dass die Blindschleiche zu den Echsen gehöre und im Gegensatz zu den echten Schlangen bewegliche Augenlider habe und ihren Schwanz abwerfen könne. Das Skelett der Schlangen bestehe mehr oder weniger nur aus Kopf und Wirbelsäule, so der Referent. Da Ober- und Unterkiefer nur lose über Bänder verbunden seien, könnten sie vergleichsweise große Beutetiere verschlingen. Der Schüler beschrieb das Phänomen der Häutung und ging auf verschiedene Lebensräume bei Schlangen ein.
Dass Giftschlangen schlitzartige Pupillen und ungiftige Schlangen runde haben, gelte nur für Deutschland, erklärte Philipp Berg. "Keine Angst vor Kreuzottern", ergriff der Schlangenfan Partei für die zu Unrecht Verunglimpften. Ihr Gift sei nicht lebensgefährlich und sie seien selten anzutreffen.
Sie suchten ihr Heil lieber in der Flucht und bissen in der Regel nur zu, wenn man versuche, sie zu fangen. Abschließend ging der Experte auf die Schlangenhaltung und deren besonderen pädagogischen Wert im Schulunterricht ein. In den letzten Tagen seiner schulischen Laufbahn an der ARS wolle er versuchen, eine Biologie-AG aufzubauen und vor allem die künftige Betreuung des Terrariums sicherzustellen. Dann stand erst einmal die eine Maus verschlingende Kornnatter im Mittelpunkt.
Danach stand Phillipp Berg erst richtig auf dem Prüfstand, denn es hagelte nur so knifflige Fragen vor allem seitens seiner Mitschüler. Doch der Fachmann ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Fachlich fundiert nahm er Stellung, ob es sich um Atmung oder Verdauung, um die aus dem Orient bekannte Schlangenbeschwörung oder die Herstellung von Gegengiften handelte. Klar, dass Philipp Berg Biologie studieren möchte; wo, das weiß er noch nicht genau.
Viel Wissenswertes erfahren Schlangenfans auf der Homepage von Philipp Berg unter www.schlangeninfos.de, weiter gehende Fragen beantwortet Philipp Berg unter Angabe eines aussagefähigen Betreffs per E-Mail: ph.berg (at-Zeichen) web.de.

Text von Evelyn Kreutz / Usinger Anzeiger


Am 20. Februar 2006 erschien im Usinger Anzeiger ein Artikel über mich

Schlangen sind einfach ästhetisch
Der 19-jährige Philipp Berg züchtet Schlangen und hat sein Wissen auch schon in einem Fachbuch miteingebracht

NEU-ANSPACH (ek). Die beiden Terrarien in seinem Zimmer sind leer. Zurzeit befinden sich seine fünf Schützlinge im Keller sie halten Winterruhe. Die Faszination von Philipp Berg für die auch in der wärmeren Jahreszeit nicht gerade besonders lebhaften Kriechtiere springt wie ein Funke über, wenn der 19-jährige Abiturient sachkundig wie ein Profi seinen gut bebilderten Vortrag zum Thema “Schlangen ungeliebt und unbekannt“ hält. Auf seiner Website verrät der Neu- Anspacher, dass er sich seit seinem zwölften Lebensjahr mit Reptilien beschäftigt und zurzeit Kornnattern und Strumpfbandnattern hält. Schlüsselerlebnis sei für ihn gewesen, als er bei einem Tierarzt zum ersten Mal eine Boa constrictor gesehen und kurz darauf noch jemanden kennen gelernt habe, der Reptilien hielt. Bald sei die erste Kornnatter im Haus gewesen und nach zwei Jahren stellte sich der erste Erfolg in der Nachzucht ein.
Bergs Familie nimmt die Schlangenhaltung nicht nur hin, sondern steht mit Rat und Tat zur Seite. Das wundert nicht, wenn man erfährt, dass sein Vater Biologe und seine Mutter Biologielehrerin ist. Die Nachbarn kennen sein Hobby auch, die habe er vor zwei Jahren beruhigt, als eine seiner harmlosen Nattern ausgebüxt sei. Erst nach vier Wochen Aufenthalt unter dem Dach habe das Tier wieder von allein zurückgefunden.
Eine ideale Anfängerschlange sei die Kornnatter. Sie ließen sich einfach halten, erreichten eine angenehme Größe bis etwa 1,40 Metern, würden etwa 15 Jahre alt und die Ernährung mit aufgetautem Frostfutter (Mäuse) sei problemlos, zählt Berg deren Vorzüge auf. Obwohl die Reptilien friedlich und völlig ungefährlich seien, die zudem sehr hübsch aussähen, seien die aus Nordamerika stammenden Kornnattern keine Kuscheltiere. “Aber die meisten Individuen können regelrecht zahm und darum auch gut gehandhabt werden“, erklärt der junge Fachmann. Jedoch bauen Kornnattern im Vergleich zu anderen Haustieren nur bedingt ein Verhältnis zum Menschen auf und haben zudem ein wenig ausgeprägtes Sozialverhalten. Er selbst könne bei den beiden ältesten Tieren schon ganz gut an der Körperhaltung einschätzen, wann sie sich wohl fühlen.
Berg mag Schlangen ganz einfach. Abgesehen vom wissenschaftlichen Interesse gehe schon eine gewisse Faszination von ihnen aus, außerdem seien sie für ihn ästhetisch ansprechend.
Dass viele Menschen Angst vor Schlangen haben oder sich vor ihnen ekeln, führt er auf Unkenntnis zurück und darauf, dass diese Tiere häufig als aggressiv dargestellt würden, weil man ihnen menschliches Denken unterstelle. Dabei stellten andere Lebewesen aus Sicht einer Schlange entweder eine Beute dar oder eine Bedrohung, gegen die sie sich verteidigen müssten. Unsere wenigen heimischen Giftschlangen sind aus seiner Sicht eher ungefährlich vorausgesetzt, man lasse sie in Ruhe.
Philipp Berg steht kurz vor dem Abitur an der Adolf-Reichwein-Schule in Anspach. Dort hat er als Leistungskurse Mathematik und natürlich Biologie belegt. Als fünftes Prüfungsfach hat er die Lernleistung über “artgerechte Reptilienhaltung“ gewählt. Denn der Abiturient hat der Schule eine der von ihm gezüchteten Kornnattern zur Verfügung gestellt, kümmert sich auch um deren Haltung im Terrarium des Fachraums und weist jüngere Schüler darin ein. Tierhaltung in der Schule stärke das Verantwortungsbewusstsein und das immer mehr schwindende Verständnis für die Natur, erklärt er. Dass er aufgrund seiner besonderen Fachkenntnisse bereits Mitautor eines Fachbuches über Kornnattern ist, erfährt man von dem bescheidenen Schüler so ganz nebenbei. Dabei hat er brillante Fotos und praxisnahe Informationen zu dem Buch beigesteuert, das alle Themen behandelt, die für Liebhaber und Züchter interessant sind.
Anfang vergangenen Jahres hatte er ein zweiwöchiges Praktikum im Senckenberg-Forschungsinstitut und -Naturkundemuseum absolviert. Abteilungsleiter der Herpetologie, Dr. Gunther Köhler, habe ihn dann gefragt, ob er auch danach noch an dem Buchprojekt mitarbeiten wolle. Philipp wollte und lieferte Fotos und Texte, die von Dr. Köhler überarbeitet und wissenschaftlich ergänzt worden seien. “Am Anfang war ich erschrocken, von meinen Texten war kaum noch etwas übrig“, verrät Philipp. Doch er habe dabei viel gelernt und in den von ihm später eingebrachten Texten sei immer weniger korrigiert worden, erzählt er nicht ohne Stolz. Was seine berufliche Zukunft angeht, da hat er noch keine genauen Vorstellungen, aber in Richtung Biologie auf jeden Fall.

Text von Evelyn Kreutz / Usinger Anzeiger



 

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